In Gedenken

Sean Connery (25.08.1930 - 31.10.2020)

Sean Connery

Leben

Kindheit und Jugend

Sean Connerys Vater Joseph Connery war Fernfahrer und stammte aus dem irischen County Wexford. Seine Mutter Euphemia „Effie“ Maclean war Reinigungskraft. Der Vater war katholisch, die Mutter protestantisch. Connery wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Um seine Familie finanziell zu unterstützen, verließ er früh die Schule und arbeitete als Milchmann bei der Saint Cuthbert’s Co-Operative Society[1] und als Bademeister. Connery verpflichtete sich im Alter von 16 Jahren bei der Royal Navy für sieben Jahre, wurde aber bereits nach etwas mehr als zwei Jahren wegen eines Zwölffingerdarmgeschwürs entlassen.

Erfolge als Bodybuilder

Nach der Zeit bei der Navy verdiente Connery sein Geld mit Gelegenheitsjobs, unter anderem als Milchmann, Baggerfahrer, PferdekutscherDrucker oder auch als Möbelpolierer. Nebenbei lernte er auf einer Berufsschule in Glasgow die französische Methode des Möbelpolierens. Nachdem er unter anderem bei einem Beerdigungsinstitut gearbeitet hatte, so erzählte er später gerne, habe er sich auf das Polieren von Särgen spezialisiert.

In dieser Zeit entschloss er sich auch, Bodybuilding zu betreiben, wobei er sich auf das Gewichtheben konzentrierte. Zur selben Zeit wurde er zum gefragten (Akt-)Modell im Edinburgh College of Art,[2] meist als griechischer Athlet oder römischer Krieger. Außerdem machte er einige Werbeaufnahmen. Diese Nebenjobs veranlassten ihn dazu, das Bodybuilding noch professioneller zu betreiben. Im Jahr 1950 wurde er schottischer Bodybuilding-Meister und erreichte den dritten Platz beim renommierten Mister-Universum-Wettbewerb.

Ehe und Familie

Von 1962 bis 1973 war Sean Connery mit der australischen Schauspielerin Diane Cilento verheiratet. Das gemeinsame Kind aus dieser Ehe ist Jason Connery. 1975 heiratete Connery in zweiter Ehe die Malerin Micheline Roquebrune, mit der er in Spanien lebte. Die Beziehung blieb kinderlos, Roquebrune brachte allerdings drei Kinder mit in die Ehe. Connery besaß Häuser in Andalusien und auf den Bahamas.

Seine Stiftung

Connery war schottischer Patriot und setzte sich jahrzehntelang für die Belange seiner Heimat und deren Einwohner ein. Er gründete, zusammen mit dem Rennfahrer Jackie Stewart und Schiffsbauer Sir Iain Stewart, mit eigenen Mitteln die Stiftung Scottish International Educational Trust, die zwei Aufgaben hat. Zum einen vergibt sie Ausbildungsstipendien für talentierte Schotten und zum anderen finanziert sie Projekte, die ihrer Meinung nach der Kultur, der Wirtschaft, der Umwelt oder der Gesellschaft Schottlands helfen. Seine Millionengage für den Film James Bond 007 – Diamantenfieber floss 1971 komplett in die Stiftung.[3] Er hatte die ungeliebte Rolle des Geheimagenten ein sechstes Mal übernommen, um die Stiftung finanziell abzusichern. Sean Connery setzte sich bis zu seinem Tod für die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich ein und war Mitglied und Förderer der Scottish National Party, der gegenwärtigen Regierungspartei, die politisch dem Linksliberalismus zuzuordnen ist.

Engagement für die Umwelt

Ab 2011 war der Veganer Sean Connery Teil des Beraterstabes der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd.[4][5] 2014 setzte er sich, gemeinsam mit Save the Bays, gegen den Verbau einer Küste in den Bahamas ein.[6] Darüber hinaus unterstützte Sean Connery das Klimaschutzprojekt von Al Gore finanziell.[7]

Ehrenauszeichnungen

Am 5. Juli 2000 wurde Connery für seine Verdienste um Schottland von Königin Elisabeth II. zum Knight Bachelor geschlagen und führte von da an das Adelsprädikat „Sir“.[8] Die Zeremonie fand in Edinburgh statt. Connery trug dabei einen Kilt. Die nach seinem eigenen Empfinden höchste Ehre wurde ihm 1991 zuteil, als ihm von der Stadt Edinburgh die Auszeichnung Freedom of the City verliehen wurde.

Tod

Sean Connery starb am 31. Oktober 2020 im Alter von 90 Jahren in Nassau auf den Bahamas.[9][10]

g.

Quelle: Wikipedia

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David Prowse "Darth Vader" (01.07.1935 - 28.11.2020)

David Prowse

David Prowse wuchs in einem Vorort von Bristol auf und besuchte die Bristol Grammar School. Schon in seiner Jugend zeigte der außergewöhnlich hochgewachsene Prowse Interesse am Bodybuilding. Zunächst jobbte er als Türsteher vor einem Tanzclub und als Rettungsschwimmer in einer Badeanstalt. Nach ersten Erfolgen auf den britischen Meisterschaften im Gewichtheben von 1961 und 1962 verließ Prowse 1963 seine Heimatstadt Bristol und ging nach London, wo er für eine Kraftsportgesellschaft zu arbeiten begann.

Darth Vader

Prowse wurde besonders durch seine optische Darstellung des Darth Vader in den Star-Wars-Filmen bekannt. Seine Körpergröße von knapp 200 cm[1] war einer der Faktoren, die ihn für diese Rolle qualifizierten. Die Stimme der Figur stammte dagegen von dem Schauspieler James Earl Jones, der die von Prowse ursprünglich gesprochenen Texte nachsynchronisierte. Nach eigener Aussage wusste Prowse nicht einmal, dass es sich bei seiner Rolle um den leiblichen Vater von Luke Skywalker handelte, bis er Das Imperium schlägt zurück im Kino sah. Auch im dritten Film der Saga spielte Prowse nur den maskierten Vader. In der finalen Szene, in welcher die Maske des dunklen Lords entfernt wurde, setzte man stattdessen das Gesicht des Schauspielers Sebastian Shaw ein.

Der Grund, warum man auf die originale Stimme von Prowse verzichtete, war laut Regisseur George Lucas, dass man für die Rolle von Vader eine „dunklere Stimme – welche tiefer und nachhallender wirke“ haben wollte. Die Stimme von Prowse dagegen erschien wegen ihres nicht einschüchternden, westenglischen Akzents letztlich für so eine Rolle ungeeignet. In den Fechtszenen gegen Mark Hamill trat Prowse ebenfalls nicht persönlich an, da er im Schwertkampf keinerlei Erfahrung hatte. Dort wurde er stattdessen durch den Profi-Fechter Bob Anderson gedoubelt.

Auch nach Abschluss der originalen Trilogie blieb Prowse noch ein aktiver Mitwirkender im stetig fortlaufenden Star-Wars-Franchise. So war er 2007 wie viele der anderen ehemaligen Darsteller Gast auf der Star Wars Celebration Europe im Exhibition Centre London. Zudem trat er zur Unterstützung der Kinderrechtsorganisation Exhibition Centre London in zwei britischen Star-Wars-Fanfilmen in Cameorollen auf. 2008 hatte er einen Auftritt in der sechsten Folge der Fernsehshow Bring back... unter dem Titel Bring back...Star Wars. Hier berichtete Prowse unter anderem von einem früheren Streit mit George Lucas, da er laut dem Regisseur der Presse unerlaubterweise Andeutungen über den zukünftigen Tod Darth Vaders gemacht habe. Dies soll der Grund dafür gewesen sein, weswegen man, anders als ursprünglich geplant, sein Gesicht im dritten Film der Reihe nicht zeigte und durch den Schauspieler Shaw ersetzte.

Die Filmbiografie I Am Your Father beleuchtet sein Leben und setzt sich insbesondere mit den Kontroversen um Darth Vaders Filmstimme, Gesicht in Die Rückkehr der Jedi-Ritter sowie den Differenzen mit LucasArts auseinander.

Quelle: Wikipedia

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Jutta Nardenbach (13.08.1968 - 08.06.2018)

Jutta Nardenbach

Leben

Jutta Nardenbach spielte in ihrer Laufbahn für den TuS Ahrbach, den TuS Niederkirchen, den TSV Siegen, den FC Rumeln-Kaldenhausen (während ihrer Zeit dort umbenannt in FCR Duisburg 55), den SC 07 Bad Neuenahr, den 1. FFC Frankfurt, den FFC Brauweiler Pulheim sowie die SG Essen-Schönebeck.

Mit der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen wurde die Abwehrspielerin 1989 und 1991 Europameisterin. Für diesen Erfolg wurden sie und die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[2] Sie nahm 1996 an den Olympischen Spielen in Atlanta teil und schied dort mit der Mannschaft in der Vorrunde aus. Insgesamt spielte sie zwischen 1986 und 1996 59-mal in der Nationalmannschaft (30 Spiele für TuS Ahrbach, 29 Spiele für TSV Siegen) und erzielte dabei 4 Tore.

Mit ihren Vereinsmannschaften errang sie folgende Titel: Deutsche Meisterin mit TSV Siegen 1991, 1992, 1994, mit 1. FFC Frankfurt 2001, 2002; DFB-Pokalsiegerin mit TSV Siegen 1993, mit FCR 2001 Duisburg 1998, mit 1. FFC Frankfurt 2001, 2002 und mit 1. FFC Frankfurt UEFA-Cup Siegerin 2002.[3]

Aus gesundheitlichen Gründen unterbrach Nardenbach 2004 ihre Karriere als Spielerin. In der Saison 2005/06 trainierte sie die Juniorinnen des FC Urbar und war kurzzeitig Mädchenreferentin des FV Rheinland. Zur Spielzeit 2006/07 unterschrieb Jutta Nardenbach einen Vertrag als Trainerin der Mädchen des 1. FFC Montabaur und spielte in der 1. Mannschaft. Zudem war sie mehrere Jahre für ein Sportgeschäft in Ruppach-Goldhausen in der Vereinskundenbetreuung tätig.

Quelle: Wikipedia

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In Gedenken an meine Kleine Schwester Martina und meine Eltern

 

Kerzen

Auf diesem Grabstein hatte neben meiner kleinen Schwester auch mein Vater seinen Platz gefunden. Auch der Name meiner Mutter hätte dort stehen sollen.

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Martina Rose 28.11.1970 - 17.10.1982

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Alfons Egon Heinrich "Heinz" Rose 22.22.1922 - 30.08.1996

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Klara "Klärchen" Rose geb. Spiekermann 30.11.1927 - 31.01.2016

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So sieht das Grab Heute aus.

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Heinz Kubsch (* 20. Juli 1930 in Essen; † 24. Oktober 1993)


wm 1954
Heinz Kubsch

Im Essener Norden, im Stadtteil Katernberg, mitten in einer Arbeitersiedlung im Zeichen der Zeche Zollverein befindlich, wuchs Heinz Kubsch auf, erlernte den Beruf des Möbelschreiners und durchlief in seiner Freizeit mit Erfolg die Jugendabteilung der Sportfreunde Katernberg 1913. Als Bergbau und Fußball im Ruhrgebiet ein Synonym waren, kam die große Zeit der Katernberger. Die meisten Spieler arbeiteten auf einem Bergwerk, wenn auch nicht gerade vor Kohle und die Zeche Zollverein war großmütiger Gönner und Förderer, wo auch der junge Kubsch als Schreiner sein Brot verdiente. Am Lindenbruch erlebte man den geschlossenen Lebenszusammenhang einer Arbeitersiedlung, wo Arbeiten, Wohnen und Freizeit noch eine Einheit bildeten. Und Freizeit, dafür standen die Kicker der Sportfreunde Katernberg, mit dem Stadion Am Lindenbruch und seinem bei den Gästemannschaften gefürchteten Aschenplatz.
Mit dem Gewinn der Ruhrbezirks-Meisterschaft 1947 vor TuRa 1886 Essen und Rot-Weiss Essen hatte sich Katernberg zusammen mit Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Oberhausen, Vohwinkel 80 und Hamborn 07 aus dem Niederrhein für die zur Runde 1947/48 startende Fußball-Oberliga West qualifiziert. Zwölf Mannschaften feierten am 14. September 1947 die Premiere, Katernberg verlor mit 0:3-Toren bei Borussia Dortmund. In den nächsten Wochen und Monaten entwickelte sich das relativ unbeschriebene Blatt, die Knappenelf aus dem Essener Norden, zur Überraschungsmannschaft der West-Oberliga und nahm auch am 11. Januar 1949 mit einem 2:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund vor 12.000 Zuschauer erfolgreich Revanche für die Premierenniederlage. Nach dreizehn Spieltagen führten die Sportfreunde mit 20:6 Punkten die Tabelle an, gejagt von den punktgleichen Verfolgern Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf mit jeweils 17:9 Zählern. Ab dem 16. Spieltag, den 25. Januar 1948 stand der 17-jährige Heinz Kubsch im Tor der Katernberger. Er war damit der jüngste Oberligatorhüter im DFB-Bereich. Die ersten vierzehn Punktspiele hatte Heini Jerosch als Torhüter für die Sportfreunde absolviert. Die Wende in der Meisterschaftsfrage kam vier Spieltage vor Schluss: Kubsch und seine Katernberger verloren in Oberhausen mit 2:5 Toren, während Verfolger Dortmund die TSG Vohwinkel mit 5:0 Toren bezwang. Am Ende holte sich die Mannschaft vom Lindenbruch mit 34:14 Punkten die Vizemeisterschaft hinter Meister Borussia Dortmund der mit zwei Punkten Vorsprung durch das Ziel ging. Mit 22:2 Heimpunkten wurde die Grundlage zur Vizemeisterschaft auf dem berüchtigten Aschenplatz mit seinem fanatischen Publikum gelegt. Erkenschwicks Stürmer „Jule“ Ludorf soll über die Atmosphäre gesagt haben:
„So hautnah spielte man nirgendwo am gegnerischen Publikum. Wer in Katernberg siegte, hätte eigentlich drei Punkte bekommen müssen, einen für die Nerven“

Quelle: Wikipedia

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Heidi Mohr (29.05.1967 - 07.02.2019)

Laufbahn

Vereine

Mohr wuchs mit vier Brüdern und zwei Schwestern in Weinheim auf. Sie kam relativ spät im Verein mit dem Fußball in Kontakt. Zuerst spielte sie Handball. Mit 15 Jahren wurde sie von den Eltern beim SV Unterflockenbach angemeldet. Ein Jahr später ging die schon damals als Mittelstürmerin eingesetzte Spielerin zum SV Laudenbach. Bundestrainer Gero Bisanz entdeckte die 18 Jahre alte Mohr bei einem Testspiel der Nationalmannschaft gegen eine Badenauswahl. Die extrem antrittsschnelle Stürmerin debütierte als Spielerin des SV Laudenbach am 19. Mai 1986 in Oslo beim EMQ-Länderspiel gegen Norwegen (0:0) in der Nationalmannschaft. Als auf dem DFB-Bundestag 1989 in Trier die Einführung einer zweigleisigen Bundesliga zur Saison 1990/91 beschlossen wurde, schloss sich die 1,67 Meter große Torjägerin dem für die Südstaffel qualifizierten TuS Niederkirchen aus der Verbandsliga Südwest an.

Die heimatverbundene Fußballerin zog es zum nächstgelegenen Verein in der neuen Liga. Da die Dossenheimerin Claudia Obermeier (sie gehörte 1993 ebenfalls der Meistermannschaft von Niederkirchen an) ebenfalls in die Pfalz wechselte, war damit auch das leidige Fahrtproblem – Mohr hatte keinen Führerschein – gelöst. Mit dem Dorfverein aus der Verbandsgemeinde Deidesheim belegte sie im Debütjahr der zweigleisigen Bundesliga, 1990/91, in der Südstaffel hinter Meister FSV Frankfurt mit zwei Punkten Rückstand den zweiten Platz. In den Halbfinalspielen um die deutsche Meisterschaft scheiterte sie mit ihrer Mannschaft im Juni 1991 gegen den TSV Siegen.

Von 1991 bis 1995 war Mohr Torschützenkönigin in der Bundesliga. Im ersten Jahr erzielte sie 36 Treffer, sieben davon am 3. März 1991 beim 8:1-Erfolg gegen die SG Praunheim. Insgesamt schoss sie in den ersten fünf Jahren der zweigleisigen Bundesliga 136 Tore.

Nachdem die Torjägerin auch im zweiten Jahr, 1991/92, mit Niederkirchen den zweiten Platz in der Südstaffel belegt hatte, gewann sie mit ihren Kameradinnen 1992/93 überlegen mit 32:4 Punkten die Staffelmeisterschaft. Von den 52 Rundentreffern der TuS-Angreiferinnen hatte Mohr 21 Tore beigesteuert. In den Halbfinalspielen setzte sich Niederkirchen gegen den Nord-Vize Grün-Weiß Brauweiler durch und trat im Finale am 20. Juni 1993 im Waldstadion Limburgerhof gegen den Titelverteidiger TSV Siegen an. Die Torschützin vom Dienst, Heidi Mohr, erzielte beide Treffer für Niederkirchen zum 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen die mit den Nationalspielerinnen Silke Rottenberg, Jutta Nardenbach, Britta Unsleber, Silvia Neid und Doris Fitschen angetretene Star-Truppe aus dem Siegerland. Der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1993 wurde der größte Erfolg von Mohr auf Vereinsebene. Im August setzte sich Niederkirchen auch im Supercup mit einem erneuten 2:1-Erfolg gegen Siegen durch. Beim Deutschen Meister des Jahres 1993 hatte lediglich Christine Fütterer neben der Torjägerin drei Einsätze in der Nationalmannschaft vorzuweisen.

In der Runde 1994/95 folgte ein einjähriger Abstecher zum TuS Ahrbach, ehe sie wieder bis 1999 bei Niederkirchen auf Torejagd ging. Die beste Zeit der TuS-Elf war aber vorbei. Die Lageristin wechselte zur Runde 1999/00 zum amtierenden Deutschen Meister 1. FFC Frankfurt. Am Ende ihrer Karriere wurde sie mit den Frankfurtern Vizemeisterin und gewann den DFB-Pokal.

Nationalmannschaft

Ihre größten Erfolge waren der Gewinn der Europameisterschaften 1989 und 1991 und 1995 sowie der Vizeweltmeisterschaft 1995. Zu einem besonderen Ereignis wurde für die Torjägerin das EM-Finale am 2. Juli 1989 in Osnabrück gegen Norwegen. Vor 22.000 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke feierten die deutschen Frauen den ersten EM-Titel und Mohr erzielte einen Treffer zum 4:1-Sieg. Das Turnier wurde zu einem Meilenstein für den deutschen Frauenfußball: Das EM-Halbfinale am 28. Juni 1989 in Siegen gegen Italien war das erste im deutschen Fernsehen live übertragene Frauenfußballspiel.

Sie erzielte bei Europameisterschaften acht und bei Weltmeisterschaften zehn Tore. Bei der Weltmeisterschaft 1991 schoss sie in jedem Spiel mindestens ein Tor. Die außerordentlichen Fähigkeiten der Angreiferin kamen aber erst bei der EM 1991 in Dänemark voll zur Geltung: Sie erzielte beim 4:1 gegen England drei Tore, gegen Italien beim 3:0 steuerte sie zwei Kopfballtreffer bei und beim 3:1-Finalsieg gegen Norwegen zunächst den 1:1-Ausgleich und in der Verlängerung mit einem Alleingang von der Mittellinie das 2:1. Das Tor wurde später von den Zuschauern der ARD-Sportschau zum „Tor des Monats“ Juli gewählt.

Mohr bestritt insgesamt 104 Länderspiele, in denen sie 83 Tore schoss. Bis zum 9. Juni 2005 war sie damit Rekordtorschützin in der deutschen Nationalmannschaft, bevor sie am 10. Juni 2005 durch Birgit Prinz abgelöst wurde, die bei der Europameisterschaft im Spiel gegen Italien ihr 84. Tor erzielte. Die DFB-Karriere endete am 29. September 1996 im Koblenzer Stadion Oberwerth beim Länderspiel gegen Island unter Bundestrainerin Tina Theune-Meyer.

Für den Gewinn der Europameisterschaft im Frauenfußball 1989 und 1991 erhielt sie – zusammen mit der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft – das Silberne Lorbeerblatt.[1] 1999 wurde Heidi Mohr zu „Europas Fußballerin des Jahrhunderts“ gewählt.

Quelle: Wikipedia

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