Mein Besuch am Mahnmal KZ Kemna am 21.04.2019 (6)
Fotoserie startet am 19.10.2019
KZ Kemna
Bereits am 05.07.1933, also kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten unter der Führung von Adolf Hitler am 30.01.1933, wurden die ersten Häftlinge in das Konzentrationslager (KZ) Kemna gebracht. Dort wurden sie Folter, Misshandlung und Erniedrigung unterworfen. Das Lager, das eigentlich für ca. 200 – 300 Häftlinge vorgesehen war, zeitweise aber bis zu 1000 Insassen hatte, befand sich in einem alten Fabrikgebäude zwischen Wupper und Bahnstrecke an der Straße zwischen Oberbarmen und Beyenburg gelegen.
Bis zu seiner Auflösung im Rahmen der reichsweiten Zusammenlegung von Konzentrationslagern am 19.01.1934 hatten rund 4500 Menschen unter den unwürdigen Bedingungen und Behandlungen dort zu leiden.
Das Konzentrationslager Schwerte-Ost war vom 6. April 1944 bis zum 29. Januar 1945 ein Nebenlager des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Es befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes in Schwerte.
Das Arbeitslager lag außerhalb der Werksmauern des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes, in unmittelbarer Nähe zur heutigen Tennisanlage. Die insgesamt sieben Baracken waren durch einen elektrisch geladenen Stacheldraht gesichert und wurden von einer SS-Wachmannschaft bewacht. Die ersten 100 Häftlinge trafen am 7. April in Schwerte ein. Sie wurden unter der Anleitung deutscher Vorarbeiter für Reparatur- sowie Umrüstungsarbeiten an Lokomotiven eingesetzt. Die Anzahl der Häftlinge war stark schwankend. Eine am 29. September 1944 erstellte Stärkemeldung berichtet von 701 Gefangenen. Nach Unterlagen der Gedenkstätte Buchenwald wurde der KZ-Außenposten im Reichsbahnausbesserungswerk Schwerte-Ost mit der Rückführung von 201 Gefangenen am 15. Januar 1945 aufgelöst.
An das Lager erinnert heute eine Gedenkstätte. Im Zentrum der Gedenkstätte befindet sich eine Skulptur des Dortmunder Künstlers Horst Wegener, die ein ca. fünf Meter langes Eisenbahngleis mit fünf Betonschwellen darstellt. Die Schwellen sind den Körpern von geschundenen männlichen Personen nachempfunden. Neben der Skulptur befindet sich eine liegende steinerne Gedenk- und Mahntafel der Stadt Schwerte.
Die noch verbliebenen Überreste der Anlage sind in der Denkmalliste der Stadt Schwerte eingetragen.
Die Einfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald